Eine Vatikan-Kommission fordert langfristig eine vollständige Überarbeitung des Kirchenrechts. Das geht aus dem Bericht einer kanonistischen (kirchenrechtlichen) Studiengruppe hervor, den das Synodensekretariat am Mittwoch veröffentlichte. Papst Franziskus hatte die Gruppe am Rande der Weltsynode (2021-2024) eingesetzt. Die Empfehlungen betreffen sowohl das Gesetzbuch der lateinischen Kirche (CIC) als auch das der katholischen Ostkirchen (CCEO). Sie stammen aus den Jahren 1983 beziehungsweise 1990.
Papst Leo XIV. : Sehr positive Bilanz seiner Frankreichreise
Papst Leo XIV. hat sich nach seiner viertägigen Frankreichreise zufrieden und hoffnungsvoll über Verlauf und Wirkung seines Besuchs gezeigt.
Kardinal Hollerich: Synodalität bleibt
Der Luxemburger Kardinal Jean-Claude Hollerich sieht die katholische Kirche in einem langfristigen Mentalitätswandel. Der von Papst Franziskus angestoßene Prozess der Synodalität sei „nicht mehr rückgängig zu machen“, sagte Hollerich. Es gehe darum, von einer Kirche „von oben“ zu einer Kirche zu kommen, in der Christen Verantwortung übernehmen und gehört werden.
Belgischer Bischof bereitet verheiratete Männer auf Priesterweihe vor
Bischof Johan Bonnys Projekt der Weihe von verheirateten Männern zu Priestern schreitet voran. Erste Männer würden auf die Priesterweihe vorbereitet, während zwei Kardinäle in seinem Namen mit Papst Leo XIV. über das Thema sprechen wollen
Tschechien: „Untergrundkirche-Pionierin“ gestorben
Die tschechische Katholikin Ludmila Javorová, eine der bekanntesten Persönlichkeiten der kirchlichen Untergrundstrukturen in der früheren kommunistischen Tschechoslowakei, ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Sie starb in der Nacht auf Donnerstag in einem Hospiz in Rajhrad bei Brünn. Javorová war 1970 von dem geheim geweihten Bischof Felix Maria Davídek (1921-1988) zunächst zur Diakonin und anschließend zur Priesterin geweiht worden. Der Vatikan erklärte die Weihe nach der politischen Wende für ungültig.
Katholische Aktion ruft zu mehr Synodalität auf
Die Katholische Aktion Österreich (KAÖ) fordert die österreichischen Bischöfe auf, die bestehenden Möglichkeiten für synodale Entscheidungsprozesse stärker zu nutzen.
Taufe ist Basis für synodale Kirche
Das Sakrament der Taufe und die Gleichheit aller Getauften bilden die Basis und theologische Grundvoraussetzung für eine synodale und missionarische Kirche. Das hat der Theologe Christoph Theobald in seinem Hauptvortrag am Mittwoch beim internationalen Symposium „Shaping Synodality in Europe“ betont.
Vatikan: Umgang mit Atomtechnologie
Zur 70. Generalkonferenz der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) in Wien hat Vatikan-„Außenminister“ Erzbischof Paul Richard Gallagher die Bedeutung eines verantwortungsvollen Umgangs mit Atomtechnologie betont. Eine friedliche Nutzung von Kerntechnik sei möglich, insbesondere „um den steigenden Energiebedarf zu decken“, und sie sei ein bedeutendes Beispiel dafür, wie wissenschaftlicher Fortschritt im Dienste der Menschheit eingesetzt werden könne.
Synodalität ist Weg zu missionarischer Kirche
Synodalität soll nach den Worten der vatikanischen Synodenexpertin Sr. Nathalie Becquart der missionarischen Erneuerung der Kirche und dem Frieden dienen. Auch Papst Leo XIV. setze auf einen synodalen Leitungsstil, sagte die französische Theologin aus der Leitung des Generalsekretariats der Bischofssynode in Rom.
Halik: Europa ist „Versuchslabor“
Europa ist nach den Worten des tschechischen Religionsphilosophen Tomas Halik ein „Versuchslabor für die Präsenz des Christentums in einer säkularen Umwelt“. Der Kontinent könne aus seiner langen und ambivalenten Erfahrung mit Christentum, Säkularisierung und kirchlicher Erneuerung lernen, sagte Halik. Europa sei „nicht mehr der Lehrer der Welt“, sondern müsse auch auf die Kirchen anderer Kontinente hören. Die Kirche wiederum müsse ihre Grenzen überschreiten und Synodalität als „Kultur der Beziehung“ verstehen.
