Papst Leo XIV. hat den tschechischen Präsidenten Petr Pavel am Montag in Audienz empfangen. Bei anschließenden Gesprächen mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin und dem vatikanischen Außenminister Erzbischof Paul Richard Gallagher seien die guten Beziehungen zwischen der Tschechischen Republik und dem Heiligen Stuhl gewürdigt und der Wunsch nach deren weiterer Stärkung bekräftigt worden, teilte der Vatikan im Anschluss mit.
Iraner wollen Trennung von Staat und Religion
Die Massenproteste im Iran sind nach den Worten der Islamwissenschaftlerin Katajun Amirpur ein „Aufstand gegen den Gottesstaat“. Die große Mehrheit der Iraner und Iranerinnen wolle keinen Einfluss des Islams auf die Politik.
Drohgebärden nirgends akzeptabel
Der Chefdiplomat des Papstes, Kardinal Pietro Parolin, hat sich besorgt über die Spannungen um Grönland sowie die Krisen im Iran und in Venezuela gezeigt. „Machtlösungen sind unangebracht“, mahnte er am Wochenende in Rom.
Frauenpriestertum
Der britische Dominikaner und Kardinal Timothy Radcliffe sieht die zentralen Konfliktlinien der katholischen Kirche weniger zwischen Progressiven und Traditionalisten als zwischen unterschiedlichen kulturellen Prägungen. „Die wirklich entscheidende Frage ist, wie wir interkulturell handeln und einander zuhören“.
Kirchenentwicklung: „Vor Ort noch viel Spielraum“
Angesichts von Priestermangel und tiefgreifendem gesellschaftlichem Wandel sieht die erste Bischöfliche Vikarin Österreichs, Barbara Velik-Frank, große Gestaltungsmöglichkeiten für Ortskirchen, besonders durch die stärkere Einbindung von Laien und Frauen. „Der Priesterberuf, wie er vor 50 Jahren war, hat sich enorm verändert, weil Laien Verantwortung übernehmen“, sagte Velik-Frank im Interview mit der Wochenzeitung „Die Furche“ (Ausgabe 3/2026). Die Diözese Gurk-Klagenfurt arbeite aktuell an partizipativen Leitungsmodellen und Leitungsteams, in denen auch Nicht-Priester in Kleinpfarren „quasi leiten“.
