Gerechtigkeit bringen

Beim bislang größten Gottesdienst seiner Afrikareise hat Papst Leo XIV. die Menschen zu tätiger Nächstenliebe und katholischer Frömmigkeit aufgerufen. In Kameruns Wirtschaftsmetropole Douala sagte er am Freitag, die Hirten der Kirche und die Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft seien aufgefordert, den Menschen Brot, Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit zu bringen.

Leos XIV. Wandlung zur globalen moralischen Instanz

Sanft und zurückhaltend – so agierte Leo XIV. seit seiner Wahl zum Papst vor knapp einem Jahr. Allgemein gehalten und meist freundlich waren seine Ansprachen an die politischen Verantwortungsträger dieser Länder. Doch vollziehen seine Rhetorik und sein Regierungsstil gerade eine Wandlung – in enormen Tempo. Den autoritären Machthabern dieser Welt bietet er die Stirn. Und denen, die unter ihnen leiden, zeigt Leo XIV. seine Nähe in ungewohnter Herzlichkeit.

Unterstützung von Energie-Demos

Kardinal Rainer Maria Woelki ruft Christen dazu auf, die am Wochenende in vier deutschen Großstädten geplanten Demos für erneuerbare Energien zu unterstützen. „Als Katholische Kirche tragen wir Verantwortung für das Geschenk der Schöpfung“, erklärte der Erzbischof von Köln am Freitag. „Dazu gehört auch ein planmäßiger und gerechter Ausstieg aus den fossilen Energien, die den Klimawandel mit seinen zum Teil lebensbedrohlichen Folgen weiter antreiben.“

Ungarns Kirche gratuliert

Ungarische Kirchenspitzen haben Oppositionsführer Peter Magyar zu dessen Sieg bei der Parlamentswahl gratuliert. Die katholische Ungarische Bischofskonferenz strebe eine „konstruktive und partnerschaftliche Zusammenarbeit“ mit der jeweiligen ungarischen Regierung an. Das gelte auch für eine künftige Regierung von Magyars Partei Tisza

 Generationengerechtigkeit

Mit einer gemeinsamen Veranstaltungsreihe widmen sich der Katholischer Akademikerverband Wien (KAV) und die Katholische Jugend Wien (KJ) der Frage nach Generationengerechtigkeit in Politik und Gesellschaft.Im Fokus der Reihe steht laut Ankündigung die Frage, inwieweit politische Entscheidungen auch langfristige Auswirkungen auf künftige Generationen berücksichtigen. Angesichts anstehender Weichenstellungen in Wirtschafts-, Sozial- und Umweltpolitik gehe es um Maßnahmen, die kurzfristig auf Widerstand stoßen könnten, langfristig jedoch als notwendig gelten. „Als christlich geprägter Teil der Zivilgesellschaft wollen beide Veranstalter Mut machen zum langfristigen Denken und Handeln“.